Freitag, 27. Juni 2014

Worte vs. Bilder




Für unseren ersten Abend hier haben wir uns was gemütliches vorgenommen. Einen Kinobesuch! Wir waren im Babylon Kino und haben „Words and Pictures“ geschaut.

Bei diesem Film geht es um eine englische Highshool, welche mit zwei ausgezeichneten Künstlern als Lehrer ausgestattet ist. Der Kunstlehrerin und leidenschaftlichen Malerin Dina Delsanto und dem Englischlehrer und leidenschaftlichen Schriftsteller Jack Marcus. Dina Delsanto kommt neu auf die Schule nachdem sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als freie Künstlerin ihr Geld verdienen kann. Schnell muss sie aber feststellen, dass ihr Kollege Mr. Marcus ganz schön nervig mit seinen Wortspielen und Angebereien über seine Sprachkenntnisse sein kann. Er ist nämlich fest davon überzeugt, die Sprache sei das Wahre Mittel zur Macht. Kunst hingegen wedelt er als primitiv und nicht aussagekräftig ab. Für Miss Delsanto eine Frechheit und eine Aufforderung zum Kampf. Über den Film entwickeln die Beiden sturen Lehrer tatsächlich eine Art Krieg und nutzen ihre Schüler schamlos als Beweismittel für ihre Art des Ausdrücken aus. Bilder, aber auch Wörter können einem ganz schön nahe gehen. Neben dem Kampf gegen den anderen Lehrer sind die beiden aber auch mit sich selbst in einer Krise. Marcus ist Alkoholiker und kann seine Karriere als Schriftsteller nicht mehr halten. Auch in der Schule wird er mangelhaft dargestellt. Es droht ihm sogar die Kündigung. Delsanto ist auch in einer Situation gelandet, bei der es ihr schwer fällt sich selber noch mit Bildern auszudrücken. In Wirklichkeit zweifeln also doch beide an sich. Aber wer gewinnt denn nun den Kampf?
Welches der beiden kann man tatsächlich als Waffe benutzen? Und welchem wird mehr Aufmerksamkeit geschenkt? Sagt ein Bild mehr als tausend Worte? Oder wird unsere Welt nicht doch von Worten gelenkt?
Die Aussage von dem Film beantwortet keine dieser Fragen konkret. Denn es geht nicht darum heraus zu finden was am Anfang war oder welches jetzt mehr genutzt wird. Der eine kann sich mit dem einen, der andere mit dem anderen ausdrücken. Mehrere Wörter können somit natürlich mächtig verwendet werden. Eine Pinselstrich hat aber nicht gleich nur eine Bedeutung. Er bietet jedem einen individuellen Nutzen. Vielmehr geht es bei dem Film aber um die Probleme der Lehrer. Es ist egal, wie man Bilder und Worte benutzen kann. Der Krieg spiegelt von den beiden den Umgang mit einem Problem.


Der Film hat uns sehr gut gefallen, wir empfehlen ihn jedem weiter! Wir stehen in einer Situation in der es heißt, mit Druck und Stress klar zu kommen. Die Verarbeitung entsteht oft durch Kunst, Literatur oder auch Musik! Nicht nur der Film hat uns angesprochen, sondern auch das Babylon Kino! Man findet noch sehr alte Säle vor, die teilweise wie der, in dem wir waren, sehr klein und gemütlich sind. Zu einem anständigen Preis haben wir den Abend gemütlich genossen!

Liebe Grüße
Lea

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