Worte vs. Bilder
Für unseren ersten Abend hier haben
wir uns was gemütliches vorgenommen. Einen Kinobesuch! Wir waren im
Babylon Kino und haben „Words and Pictures“ geschaut.
Bei diesem Film geht es um eine
englische Highshool, welche mit zwei ausgezeichneten Künstlern als
Lehrer ausgestattet ist. Der Kunstlehrerin und leidenschaftlichen
Malerin Dina Delsanto und dem Englischlehrer und leidenschaftlichen
Schriftsteller Jack Marcus. Dina Delsanto kommt neu auf die Schule
nachdem sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als freie
Künstlerin ihr Geld verdienen kann. Schnell muss sie aber
feststellen, dass ihr Kollege Mr. Marcus ganz schön nervig mit
seinen Wortspielen und Angebereien über seine Sprachkenntnisse sein
kann. Er ist nämlich fest davon überzeugt, die Sprache sei das
Wahre Mittel zur Macht. Kunst hingegen wedelt er als primitiv und
nicht aussagekräftig ab. Für Miss Delsanto eine Frechheit und eine
Aufforderung zum Kampf. Über den Film entwickeln die Beiden sturen
Lehrer tatsächlich eine Art Krieg und nutzen ihre Schüler schamlos
als Beweismittel für ihre Art des Ausdrücken aus. Bilder, aber auch
Wörter können einem ganz schön nahe gehen. Neben dem Kampf gegen
den anderen Lehrer sind die beiden aber auch mit sich selbst in einer
Krise. Marcus ist Alkoholiker und kann seine Karriere als
Schriftsteller nicht mehr halten. Auch in der Schule wird er
mangelhaft dargestellt. Es droht ihm sogar die Kündigung. Delsanto
ist auch in einer Situation gelandet, bei der es ihr schwer fällt
sich selber noch mit Bildern auszudrücken. In Wirklichkeit zweifeln
also doch beide an sich. Aber wer gewinnt denn nun den Kampf?
Welches der beiden kann man tatsächlich als Waffe benutzen? Und welchem wird mehr Aufmerksamkeit geschenkt?
Sagt ein Bild mehr als tausend Worte? Oder wird unsere Welt nicht
doch von Worten gelenkt?
Die Aussage von dem Film beantwortet
keine dieser Fragen konkret. Denn es geht nicht darum heraus zu finden
was am Anfang war oder welches jetzt mehr genutzt wird. Der eine kann
sich mit dem einen, der andere mit dem anderen ausdrücken. Mehrere
Wörter können somit natürlich mächtig verwendet werden. Eine
Pinselstrich hat aber nicht gleich nur eine Bedeutung. Er bietet
jedem einen individuellen Nutzen. Vielmehr geht es bei dem Film aber
um die Probleme der Lehrer. Es ist egal, wie man Bilder und Worte
benutzen kann. Der Krieg spiegelt von den beiden den Umgang mit einem
Problem.
Der Film hat uns sehr gut gefallen, wir
empfehlen ihn jedem weiter! Wir stehen in einer Situation in der es
heißt, mit Druck und Stress klar zu kommen. Die Verarbeitung entsteht
oft durch Kunst, Literatur oder auch Musik! Nicht nur der Film hat
uns angesprochen, sondern auch das Babylon Kino! Man findet noch sehr
alte Säle vor, die teilweise wie der, in dem wir waren, sehr klein und gemütlich sind. Zu
einem anständigen Preis haben wir den Abend gemütlich genossen!
Liebe Grüße
Lea
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